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Kunst der Stunde – Jahresthema der Primarschule 2017 / 18


Was ist eigentlich Kunst?

Ich frage das Wort selber und erkenne darin das Verb „können“. Aha, etwas Gekonntes also. Ich erinnere mich an Ausstellungsbesuche von Werken weltberühmter Maler: Ich bin ergriffen vom Licht, das durch ein Gemälde scheint. Ich kenne Michelangelo Aussage, er habe den David aus dem Marmorblock nur herausgeschält… Ich bin berührt von der präzisen, von Kraft und Lebensfreude erfüllten Musik eines Chores, der mich in eine euphorische Stimmung zu versetzen vermag.


Für mich ist Kunst, wenn ihre Schönheit und Meisterschaft meine Seele berührt. Sie übersetzt eine Wahrheit in meine Wirklichkeit.

Und in der Schule?
•Eine treffende Skizze auf einer Wörterkarte, die mich zum Lachen und zum Staunen bringt.

•Eine sorgfältig gestaltete Laterne, deren Äusseres vollkommen verändert wird im Moment der Dunkelheit und des Lichts in ihrem Innern.

•Eine Horde sauber gekleisterter Pinguine, die urplötzlich in der Schulhalle anzutreffen sind und eine Ecke Antarktis zaubern.

•Ein farbenfroher Fensterschmuck am Schulhaus, der meinen Blick anzieht und mir vor Augen führt, in welcher Jahreszeit wir uns eigentlich befinden.

•Ein brandneu erfundenes Pausenspiel, dessen Regeln nur für die Spielenden ersichtlich sind.

•Aber auch eine Lektion, geduldig und wertschätzend zu Ende geführt, im Wissen, dass diese wuseligen Geschöpfe im Schulraum im Grunde Kunstwerke des Lebens sind…


Wie finden wir also den Weg zur Kunst?
•Durch Inspiration: Am 12. Dezember 2017 dürfen alle Schülerinnen und Schüler an einem Morgen im Kunstmuseum in Olten die Werke bedeutender Künstlerinnen und Künstler bewundern und auch selber tätig werden.

•Durch ständiges Üben und Fleiss: Wie wir wissen ist noch kein Meister vom Himmel gefallen…

•Durch Lebensfreude: An unserer Weihnachtsfeier tragen einige Schüler Musikstücke auf ihren eigenen Instrumenten vor: Hut ab!

•Durch Musse: Wenn mein Tag mir Zeit lässt, mein inneres Gleichgewicht zu pflegen, kommt mir vielleicht plötzlich eine Idee in den Sinn und ich werde kreativ (Jeder hat einmal klein angefangen…)

Sei unsere Kunst also gross oder klein, eines ist gewiss: Wir gehen diesen Weg gemeinsam und teilen die Schwierigkeiten und auch das Schöne, das uns begegnet miteinander. Wir bestärken einander immer wieder im Wissen: Jeder Tag ist eine Kunst und - wenn er ein gu-tes Ende nimmt – ein Kunstwerk, eben, die Kunst der Stunde.


09.12.17. Barbara Dollinger